Ausbildung

Ausbildung

© wwwebmeister - Fotolia.comDas Referendariat gliedert sich insgesamt in sechs Stationen, in denen die Ausbildung durch den jeweiligen Einzelausbilder stattfindet.

Parallel dazu findet mindestens einmal wöchentlich Unterricht in der Arbeitsgemeinschaft statt. Das Referendariat dauert 24 Monate.

Die Ausbildung erfolgt in folgenden Stationen:

Zivilstation: Dauer 5 Monate bei Zivilrichter(in) am Amtsgericht oder Landgericht

Anmerkung: Versucht möglichst früh Euch einen Überblick über die ausbildenden Richter(innen) zu verschaffen, erfahrungsgemäß sind die beliebten Richter(innen) sehr schnell vergeben. Schnell sein lohnt sich hier. Auch wenn Ihr neu im Referendariat seid und eigentlich niemanden kennt. Umhören und bei älteren Referendaren informieren.

Strafstation: Dauer 3,5 Monate bei Staatsanwaltschaft einem Staatsanwalt, oder am Gericht einem Strafrichter zugeteilt

Anmerkung: Auch hier gilt das bei der Zivilstation bereits gesagte. Schnell sein lohnt sich. Wer zu einem Strafrichter geht, muss im Gegensatz zu den Referendaren bei der Staatsanwaltschaft sehr selten Sitzungsdienst bei der Staatsanwaltschaft halten. Die Referendare bei der Staatsanwaltschaft haben jede Woche einmal, üblicherweise ganztägig, Sitzungsdienst.

Anwaltsstation I: Dauer 4,5 Monate bei einem Rechtsanwalt, der mindestens 2 Jahre zugelassen ist

Anmerkung: Wer später einmal Rechtsanwalt werden möchte, sollte hier unbedingt die ersten Kontakte knüpfen und Berufserfahrung sammeln. Ein Vorgehen nach dem Motto: Hauptsache so wenig wie möglich arbeiten, empfiehlt sich hierbei nicht.

Verwaltungsstation: Dauer 3,5 Monate bei einer öffentlichen Behörde oder der Verwaltungshochschule in Speyer

Anmerkung: Wer noch einmal “Uni-Luft” schnuppern und das Studentenleben erleben möchte, der sollte unbedingt auf die Verwaltungshochschule nach Speyer gehen. Infos erhaltet Ihr hier. Die Anmeldung erfolgt über den Ausbildungsleiter. Die Plätze in Speyer sind begrenzt!!!! Bei zu hoher Nachfrage entscheidet die Note aus dem Ersten Staatsexamen. Wer nicht nach Speyer gehen möchte, der kann zur Stadt Ulm oder dem Landratsamt in Ulm oder jede sonstige öffentliche Behörde.

Anwaltsstation II: Dauer 4,5 Monate bei einem Rechtsanwalt mit mindestens 2- Jähriger Zulassung

Anmerkung: Diese Station ist bei Referendaren meist als “Tauchstation” eingeplant, in der man auf das schriftliche Examen lernt. Innerhalb der Anwaltsstation II wird auch das schriftliche Examen geschrieben. Es empfiehlt sich bei einem Anwalt zu arbeiten, der einen nicht unbedingt 3 Tage die Woche den ganzen Tag sehen möchte. Andererseits kann die kluge Auswahl eines bestimmten Rechtsanwalts auch die Eintrittskarte für das spätere Berufsleben sein. Hier muss jeder selbst abwägen.

Wahlstation: Dauer 3 Monate in der frei die Station gewählt werden kann

Anmerkung: Sehr viele Referendare gehen in dieser Station ins Ausland oder zu einem Anwalt bei dem Sie eventuell nach dem Examen arbeiten werden.

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